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Tierärztliche Praxis für Kleintiere

Unsere Praxis ist am 23.07.2012 als
"Tierärztliche Praxis für Kleintiere"
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Tag der offenen Tür

Bei schönem Wetter, zufriedenen Gästen, haben wir mit Grillwürstchen, Bier und Sekt unseren Tag der offenen Tür gefeiert. Das ganze Praxisteam und ich bedanken uns sehr herzlich.

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Patellaluxation

Definition

Bei einer Patella-Luxation (Patella=Kniescheibe / Luxation=verrenken, herausspringen) springt die Kniescheibe nach innen oder nach außen aus der Gleitrinne im Oberschenkel-Knochen heraus.

Abb. 1: beidseitige Patella-Luxation nach innen bei einem Hund


Abb. 2: beidseitige Patella-Luxation nach innen bei einer Katze

Mit Ausnahme einer traumatisch bedingten Luxation handelt es sich um eine genetische Erkrankung, bei der es im Wachstum zur Deformation der langen Röhrenknochen der Hintergliedmaßen kommt. Durch das Rein- und Rausspringen wird das Kniegelenk zunehmend beschädigt. Es entwickeln sich Arthrosen.

Diagnose

Typisch ist eine Lahmheit für einige Schritte, bevor der Hund dann wieder ganz normal läuft. Einige Tiere zeigen trotz einer Patella-Luxation keine auffällige Lahmheit. Gerade wenn beide Hinterbeine betroffen sind, kann es oft schwer sein die Ganganomalie zu erkennen. Andererseits gibt es auch Hunde, die im Gang Anzeichen einer Luxation aufweisen, diese aber nicht haben. Hier empfehlen wir in jedem Fall, dies medizinisch abklären zu lassen.
Bei der klinischen Untersuchung werden vier Schweregrade unterschieden:

  • Grad 1:
    Die Patella befindet sich in ihrer physiologischen Position, lässt sich aber manuell aus der Gleitrinne verlagern. Direkt nach dem Loslassen springt sie wieder in ihre korrekte Position.

  • Grad 2:
    Die Patella befindet sich in ihrer physiologischen Position. Nach dem Verlagern bleibt sie längere Zeit außerhalb der Gleitrinne und springt erst nach einer Beinbewegung zurück oder muss manuell in die Gleitrinne verlagert werden.


  • Grad 3:
    Die Patella befindet sich außerhalb der Gleitrinne, lässt sich aber durch den Druck oder Manipulation am Unterschenkel wieder in die korrekte Position verlagern.

  • Grad 4:
    Die Patella befindet sich außerhalb der Gleitrinne und lässt sich nicht in ihre physiologische Position zurückverlagern.

Therapie

Beim Grad 1 ist in der Regel keine chirurgische Korrektur notwendig. Hier kann die Physiotherapie und ein Muskeltraining zur Besserung beitragen.

Ab einer Patella-Luxation Grad 2 und höher sollte die Kniescheibe chirurgisch in die korrekte Position gebracht werden um Schäden am Gelenk zu vermeiden. Medikation der Schmerzen oder Physiotherapie führen in diesen Fällen alleine nicht zum Erfolg.

Je nach Fall kommen unterschiedliche chirurgische Techniken zum Einsatz. Bei sehr jungen Tieren kann manchmal die alleinige Straffung der Gelenkkapsel und der Faszie ausreichen. Meistens ist es jedoch notwendig den Ansatz der Kniescheibensehne zu verlagern um den seitlichen Muskelzug zu neutralisieren. 


Abb. 3: Patella-Luxation nach innen vor der OP


Abb. 4: Nach der Versetzung der Ansatzstelle der Kniescheibensehne nach außen liegt die Kniescheibe in der physiologischen Position

Falls die Gleitrinne zu flach ist, wird sie durch eine spezielle Technik unter Knorpelerhaltung vertieft.
In einigen Fällen, bei denen die Knochen zu stark deformiert sind, kann es nötig sein diese zu richten um den physiologischen Sitz der Kniescheibe zu erreichen.


Abb. 5: Patella-Luxation nach innen bedingt durch eine starke Krümmung des Oberschenkelknochens.


Abb. 6: Nach der Achsenkorrektur des Oberschenkelknochen und der Verlagerung der Ansatzstelle der Kniescheibensehne am Schienbein ist die Luxation behoben

Prognose

Die Langzeitprognose nach der Operation hängt stark vom Ausmaß der Gelenkschädigung ab. Insgesamt ist die Prognose gut, bei jungen Tieren sogar sehr gut. Wird die Patella-Luxation behoben bevor Schäden am Gelenk auftreten, hat das Tier die besten Chancen mit gesunden Gelenken zu leben.

 

 

Ellenbogendysplasie

Unter dem Oberbegriff Ellbogendysplasie/Ellbogengelenkdysplasie werden verschiedene Erkrankungen des Ellbogengelenks zusammengefasst. Dazu gehören „Fragmentierter Processus coronoideus (FPC)“, „Osteochondrosis dissecans (OCD)“ oder „Isolierterter Processus anconaeus (IPA)“.

Das Ellbogengelenk ist komplex aufgebaut. Es wird aus drei Knochen – dem Oberarmknochen, der Elle und der Speiche gebildet, die exakt zueinander passen müssen. Wachstumsstörungen können dazu führen, dass sich Stufen zwischen den einzelnen Knochen Bilden (Gelenkinkongruenz).

Man geht heute davon aus, dass diese Inkongruenz die Hauptursache für die Entstehung der Ellbogendysplasie ist.

Erkrankungen des ED-Komplexes - FPC

  • Definition
    Bei FPC (Fragmentierter Processus coronoideus) handelt es sich um ein abgetrenntes Knochenstück (Fragment) des inneren Gelenkfortsatzes der Elle im Ellbogengelenk. Allerdings werden auch Knorpelschädigungen und arthrotische Veränderungen an diesem Fortsatz, ohne ein abgebrochenes Fragment ebenfalls als FPC bezeichnet. Diese Veränderungen machen sogar die Mehrzahl der Fälle aus.Betroffen sind vorwiegend Hunde großer und mittelgroßer Rassen. Die Tiere sind beim ersten Auftreten der Symptome in der Regel 4 Monate bis 3 Jahre alt, es kann allerdings auch sein, das die Erkrankung sich erst im höheren Alter bemerkbar macht.

  • Diagnose
    Die erkrankten Hunde zeigen typischerweise mittelschwere Lahmheit, die vornehmlich nach Belastung oder nach langen Ruhephasen auftritt. Im Stand spreizen sie die betroffene Gliedmaße ab und drehen sie leicht nach außen. Der Druck auf die Innenseite des Ellbogengelenks sowie die Innen- und/oder Außenrotation sind meistens schmerzhaft.

    Auf dem Röntgenbild sind in der Regel nur sehr dezente Veränderungen erkennbar. Dazu gehören Arthrosen, Zunahme der Knochendichte (Sklerosierung) der Elle oder unscharfe Konturen des medialen Koronoids (Abb. 1 und 2). In seltenen Fällen kann sogar die Frakturlinie dargestellt werden.


Abb. 1: Röntgenaufnahme eines Ellbogengelenkes im kraniokaudalen Strahlengang (rote Pfeile: Athrosen)


Abb. 2: Röntgenaufnahme eines Ellbogengelenkes im mediolateralen Strahlengang (roter Pfeil: Athrose, blaue Pfeile: Sklerosierung, weiße Pfeile: unscharfe Koronoidkonturen)



Computertomographie gilt als Goldstandard für eine sichere Diagnose von FPC (Abb. 3 bis 5). Arthroskopie (Gelenkspiegelung) erlaubt meistens ebenfalls eine gute Diagnose, ist aber eine invasivere Technik (Abb. 6).


Abb. 3: Sagittales CT-Bild eines Ellbogengelenkes (roter Pfeil: freies Fragment)


Abb. 4: Transversales CT-Bild eines Ellbogengelenkes (roter Pfeil: freies Fragment (FPC)).


Abb. 5: 3 D Rekonstruktion des Ellbogens (roter Pfeil: freies Fragment)


Abb. 6: Arthroskopisches Bild eines Ellbogengelenkes. Es ist der aufgeweichte, kranke Knorpel zu erkennen

  • Therapie
    In der Regel wird die Behandlung arthroskopisch (minimalinvasiv) durchgeführt. Dabei werden die gelösten Knochenfragmente und der erkrankte Knorpel entfernt (Abb. 7). Die Vorteile dieser Methode liegen darin, dass der Operateur eine deutlich bessere Übersicht erhält und dass sie wenig belastend für das Tier ist. In seltenen Fällen, z.B. bei sehr großen Knochenfragmenten kann es nötig sei das Gelenk durch einen kleinen Schnitt zu eröffnen.


Abb. 7: Arthroskopische Behandlung des Ellbogengelenkes. Der erkrankte Knorpel und der darunterliegende Knochen werden bis zum gesunden Gewebe abgetragen.


In der Regel führ die Behandlung zum Verschwinden der klinischen Beschwerden, die Arthroseentwicklung kann leider nicht gestoppt werden. Hier kommt der Gewichtskontrolle eine große Bedeutung zu. Auch Physiotherapie und ggf. spezielle Futterergänzungsmittel können sinnvoll sein.

IPA

  • Definition
    Bei dem Processus anconaeus handelt es sich um einen Knochenfortsatz der Elle, der bei einem gesunden Hund erst im Alter von 4 bis spätestens 6 Monaten mit der Elle verschmilzt. Als IPA (Isolierter Processus anconaeus) bezeichnet man den isolierter Ellenbogenfortsatz bei einem Hund, der älter als 6 Monate ist. Unter anderem wird eine im Verhältnis zur Speiche zu kurze Elle als Ursache dieser Erberkrankung diskutiert. Dies kann nur in einer bestimmten Wachstumsphase sein und durch die starke Belastung des Processus anconaeus ein Verwachsen mit der Elle verhindern. IPA verursacht einen ständigen Reiz auf die Gelenkkapsel und somit schwere Arthrose.

  • Diagnose
    Ähnlich wie bei FPC zeigen die Hunde meist eine mittelschwere Lahmheit vor allem nach längerem Liegen und nach Belastung. Manipulationen am Ellbogen sind schmerzhaft. In den meisten Fällen führt das Röntgen zur korrekten Diagnose (Abb. 8).


Abb. 8: Röntgenbild eines Ellbogengelenkes mit IPA

  • Therapie
    Im Gegensatz zum FPC kann die Behandlung des IPA zur kompletten Heilung führen, wenn diese rechtzeitig durchgeführt wird. Hier spielt die Zeit also eine große Rolle. Bei Hunden unter 10 Monaten ist es noch möglich den isolierten Knochenfortsatz zu fixieren (Abb. 9), was ein Verwachsen der Knochenteile und damit das Herstellen eines gesunden Gelenkes zur Folge hat. In der neueren Literatur wird diese Behandlung sogar bis zum Alter von 2 Jahren empfohlen. Später kann leider nur das störende Knochenstück entfernt werden um das Tier vom Dauerschmerz zu befreien. Das Gelenk bleibt dabei instabil, was mit zunehmendem Alter zur immer stärkeren Arthrosebildung führt.


Abb. 9: Postoperatives Röntgenbild eines Ellbogengelenkes mit IPA

 

Kreuzbandriss

Definition

Der Kreuzbandriss gehört zu den häufigsten orthopädischen Erkrankungen beim Hund. Aber auch Katzen können davon betroffen sein. Den Kreuzbändern kommt eine große Bedeutung hinsichtlich der Stabilität des Knies zu. In Gegensatz zum Menschen kommt es beim Hund häufig vor, dass das vordere Kreuzband ohne einen speziellen Vorfall (z.B. Unfall) reißt. In der Regel führt der mit dem Alter zunehmende Gelenkverschleiß zur Abnahme der Belastbarkeit der Kreuzbänder, bis irgendwann das vordere Kreuzband, welches deutlich stärker beansprucht ist, reißt. Dazu reicht oft eine minimale Belastung, wie z.B. aus dem Körbchen aufstehen. Oftmals vermuten Tierhalter, dass sich das Tier nur „vertreten“ hat. Dennoch ist bereits ein „Anriss“ mit großen Schmerzen verbunden. Stark eingeschränkte Beweglichkeit, Meniskusschäden und Arthrosen sind weitere Folgen.

Diagnose

Betroffen können alle Hunderassen in allen Altersklassen sein. Besonders gefährdet sind mittelalte bis alte Hunde größerer Rassen, da ein höheres Gewicht und die damit verbundenen, wirkenden Kräfte die Belastung vergrößert.

Leichte bis schwere Lahmheiten, Schwierigkeit beim Aufstehen oder Abspreizen des betroffenen Beines im Sitzen sind Symptome für einen Kreuzbandriss.

Beim Abtasten fällt meistens eine derbe Verdickung an der Innenseite des Kniegelenkes (medial buttress), ebenfalls kann oft eine vermehrte Gelenkfüllung seitlich des Kniescheibenbandes ertastet werden. Bei einem kompletten Kreuzbandriss sind in der Regel der Schubladentes und der Tibiakompressionstest positiv. In beiden Tests lässt sich das Schienbein (Tibia) gegenüber dem Oberschenkelknochen (Femur) nach vorne verschieben. Bei einem inkompletten oder alten Kreuzbandriss, oder aber auch bei sehr muskulösen Hunden sind diese Tests oft unauffällig. In der Regel ist aber die Kniestreckung bei allen betroffenen Tieren schmerzhaft.

Falls bereits ein Meniskusschaden vorliegt kann oft ein charakteristischer Meniskusklick wahrgenommen werden.

Auf der seitlichen Röntgenaufnahme erkennt man neben der meistens vorhandenen Arthrose einen Gelenkerguss (Abb. 1 und 2)

Abb.1 - gesundes Kniegelenk


Abb. 2 Kreuzbandriss. Es ist ein Gelenkerguss (rote Pfeile) und Arthrose (blaue Pfeile) erkennbar

Therapie

Es existieren viele verschiedene Operationstechniken zur Behandlung des Kreuzbandrisses beim Tier. Man kann diese grob in zwei Gruppen unterteilen:

Bei den älteren Methoden wird versucht durch eine Geweberaffung und/oder einen Bandersatz das Kniegelenk zu stabilisieren.

Die neueren Techniken verändern durch die Knochenumstellung die Biomechanik im Gelenk und machen dadurch das vordere Kreuzband überflüssig. Diese sog.  Osteotomietechniken (TPLO, TTA) gelten heute als beste chirurgische Therapieoptionen in der Behandlung des Kreuzbandrisses. Sie führen zu einer raschen Besserung der Symptome. Die Tiere belasten bereits nach wenigen Tagen das operierte Bein, was der Muskelatrophie entgegenwirkt.

 

TPLO (Tibial Plateau Leveling Osteotomy)

Bei dieser Operationstechnik wird das Schienbein (Tibia) mit einem runden Schnitt durchtrennt und in einem zuvor berechneten optimalen Winkel mit einer speziellen Platte wieder fixiert. Der Knochen des Unterschenkels wird so umgestellt, dass Ober- und Unterschenkel sich bei Belastung nicht mehr verschieben (Abb. 3 und 4). Das ist eine sehr stabile Fixation und kommt vor allem bei sehr schweren oder sehr beweglichen Hunden in Frage.


Abb. 3


Abb. 4

TTA (Tuberositas Tibiae Advencement)

Auch bei dieser Methode wird durch die Knochenumstellung erreicht, dass es bei Belastung zu keiner Verschiebung des Unterschenkels gegenüber dem Oberschenkel kommt. Dabei wird der Ansatz der Kniescheibensehne (Tuberositas Tibiae) abgetrennt und nach vorne verlagert bis ein gewünschter Winkel zwischen der Sehne und der Gelenkfläche erreicht ist. Ein in den Knochenspalt eingesetzter Titankäfig hält die Tuberositas Tibiae in Position (Abb. 5 und 6).


Abb. 5


Abb. 6

 Mit beiden Methoden werden exzellente Ergebnisse erreicht. Die TTA ist etwas einfacher durchzuführen, was die Operationszeit verkürzt. Bei sehr schweren Hunden und bei den Tieren mit einem sehr steilen Tibiaplateau-Winkel ist die TPLO der TTA überlegen.

Sprechzeiten

Mo.-Fr.
10.00 - 12.00 Uhr
16.00 - 19.00 Uhr

Sa.
10.00 - 12.00 Uhr

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